Energiepass

Erstellung von Energiepässen für Wohngebäude und Nichtwohngebäude

Wohngebäude

Erstellung von Energiepässen (mit dem Programm Lux-EeB-Tool) und Energieberatungen für Wohngebäude.

Der Energiepass:

Energiepass

Energiepass

Für folgende Fälle muss ein Energiepass erstellt werden:

  • neu zu errichtende Gebäude
  • Erweiterungen von Wohngebäuden
  • Modifizierungen
  • wesentliche Renovierungen (auch ohne Baugenehmigungspflicht)
  • Mieter-, bzw. Besitzerwechsel

Der Energiepass unterteilt das Gebäude in drei verschiedene Effizienzklassen. Die Energie-effizienzklasse, die Wärmeschutzklasse und die CO2-Emissionsklasse.
Die Klassifizierung im Energiepass reicht von A (niedriger Energiebedarf) bis I (hoher Energiebedarf).
Der Energiepass hat eine Gültigkeit von 10 Jahren und besteht aus 5 Seiten, auf welchen die energetische Gesamtqualität des Wohngebäudes zusammenfassend dargestellt wird.

Nichtwohngebäude

Ist der Anteil der Wohnfläche < 90%, spricht man von einem Nichtwohn- oder Mischgebäude.
Die Berechnung des Bedarfs- oder des Verbrauchspasses erfolgt mit dem Programm Lux-EeB-F.

Bedarfspässe für Nichtwohngebäude

Es ist ein Bedarfspass zu erstellen, bei Neubauten oder bei einer Vergrößerung des Gebäudevolumens um <25%.
Der Bedarfspass dient zur energetischen Bewertung des Gebäudes und ist auf der DIN 18599 aufgebaut.
Vier Jahre nach Inbetriebnahme des Gebäudes ist ein Energieverbrauchpass zu erstellen, dort müssen alle drei Jahre die Jahresverbrauchwerte ergänzt werden.
Der Bedarfspass hat eine Gültigkeit von 10 Jahren, aber nur in Kombination mit dem zu erstellenden Verbrauchspass.

Bedarfspass für Nichtwohngebäude

Bedarfspass für Nichtwohngebäude

Verbrauchspässe für Nichtwohngebäude

Im Verbrauchspass werden gemessene Energieverbräuche von Strom und Wärme mit Verbrauchskennwerten verglichen. Alle 3 Jahre müssen die Jahresverbrauchswerte eingetragen werden.

Ein Verbrauchspass ist in folgenden Fällen zu erstellen:

  • bei Erweiterung von Zweckbauten (<25% den bestehenden Gebäudevolumens)
  • bei genehmigungspflichtigen energetischen Änderungen von Nichtwohngebäuden
  • bei substantieller Änderung eines Nichtwohngebäudes
  • bei Eigentümer- oder Mieterwechsel

Modernisierungsempfehlung Stufe 2 für Nichtwohngebäude:

Wann:

  • wenn der Verbrauchsindex für Strom oder Wärme den Wert von 140% im Verbrauchspass überschreitet, spätestens 4 Jahre nach Ausstellung des Passes
  • beim Bauantrag, wenn die Änderung > 25% des Gebäudevolumens oder der Gebäudehülle ist

Wie:
Eine Modernisierungsempfehlung Stufe zwei ist quasi eine Energieberatung für Nichtwohngebäude.
Das bestehende Gebäude wird auf Schwachstellen bezüglich der Gebäudehülle und der installierten Technik untersucht. Nach der Untersuchung und Feststellung der Schwachstellen, werden präzise Vorschläge für eine effektive Verbesserung gemacht. Auch hier wird eine detaillierte Wirtschaftlichkeitsbetrachtung vorgenommen.

Wärmebrücken:

Berechnung von Wärmebrücken:

(mit dem Programm Therm 5.2)

Berechnung von Wärmebrücken

Berechnung von Wärmebrücken

Definition Wärmebrücke:

An Bauteilkanten und Bauteilanschlüssen entstehen zwei- und dreidimensionale Temperaturfelder. Der Wärmestrom in diesen Störbereichen fließt senkrecht und parallel zur Bauteilebene.
Im Bereich von Wärmebrücken sinkt bei kalten Außentemperaturen die raumseitige Oberflächentemperatur von Bauteilen stärker ab als in den „Normalbereichen“. Bei Unterschreiten der Taupunkttemperatur fällt Tauwasser (Kondenswasser) aus. An Wärmebrücken besteht die Gefahr von Schimmelbildung. Diese tritt nicht erst bei Tauwasserausfall, sondern bereits bei einer (durch die Oberflächentemperatur bedingten) relativen Luftfeuchte von 80 % an der Bauteiloberfläche auf (div. Schimmelpilze bereits bei 70%). Aufgrund des inneren Wärmeübergangswiderstandes der Wand kann das bereits bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 70 % der Raumluft der Fall sein. Wärmebrücken führen zu höherem Transmissionswärmebedarf und damit zu höherem Heizwärmebedarf / Heizkosten.

Berechnung:

Durch die detaillierte Berechnung der Wärmebrücken, können diese Schwachstellen der Gebäudekonstruktion optimiert oder vermieden werden.
Die Berechnung der Wärmebrücken ist für die Subventionierung von Passivhäusern Pflicht.